Ein Blick in DIE TONNE zeigt:

Abgewetzte Formulierungen

Wichtig tuende Phrasen

Aufmerksamkeit heischende Übertreibungen

Polit-Stanzen, Journalistenklischees,
verrutschte Bilder

Beliebte sinnlose Floskeln und Kletten

Durch Dauergebrauch
lasch gewordene Redensarten

 

Wenn andere Autoren tonnenreif formulieren, amüsiert oder ärgert man sich. Man schreibt aber selbst oft genau so, unachtsam und in Eile, oder, weil Tonnenformulierungen als professionell oder zuschauernah gelten.

Was hier in der Tonne liegt, wurde tatsächlich gesendet.

 

Also:
TONNENREIFES MIT GROSSEM LACHEN AUS DEM EIGENEN REPERTOIRE STREICHEN!

Alternativen finden!

· Genau beobachten!
· Fakten recherchieren!
· Das Gefühl klären!
· Exakt denken!
· Den klarsten Ausdruck wollen!

Die Worte dafür werden sich dann zeigen.

Selbstgemachtes

Viele tonnenreife Formulierungen entstehen im Wettlauf um sprachliche Originalität. Meist brüllen sie nur und machen dem Publikum die Reaktion vor, anstatt die Reaktion des Publikums entstehen zu lassen.

WERKZEUGE

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bg-element

Übernommen

Oft stammen Formulierungen – unzitiert – aus den Recherchequellen: aus Politiker-Antworten, der Firmenpublizistik, dem Jargon von Fachpersonen oder aus schriftlichen Unterlagen. Diese scheinbare dokumentarische Treue journalistischer Autoren hat für das Publikum ein irritierendes Ergebnis: Die Information schillert zwischen Autor und Quelle. Denn unzitiert übernommene Formulierungen enthalten verdeckt auch die Informationsabsicht der Quelle. Die aber ist in der Regel nicht mit der Informationsabsicht des journalistisch-dokumentarischen Textes (Film, Radio, Netz) identisch. Oft ist sie entgegengesetzt: es geht in der Quelle nicht ums Klären, es geht ums Verbergen.

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